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Konzertreise 2010 nach Rüsselsheim zum HAC


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Am 23.10. war es nach rund 2 Jahren wieder soweit, dass der Wiener Akkordeonclub Favoriten eine Konzertreise ins benachbarte Ausland angetreten hat. Wir mussten erkennen, dass in der Stadt der Opel-Fabrikanten nicht nur die Autotechnik zu Hause ist, sondern auch die ausgefeilte Fingertechnik am Akkordeon.

So startete um 7 Uhr Früh der lästigste Teil einer Konzertreise: Das Einräumen des Busses vor der Volkshochschule. Schon traditionell waren die Blockade der Siccardsburggasse, das zwecklose Gehupe entnervter Frühaufsteher sowie die Parkplatzsuche für alle unsere Fahrzeuge.

Pünktlich verließen wir Wien Richtung Westen und nach einer Mittagsrast im Fränkischen Jura erreichten wir nach ca. neun Stunden Rüsselsheim nahe Frankfurt. Diese lange Anreise wurde uns wie bei jeder Fahrt davor durch mitgebrachte Verpflegung sowie durch Wein aus Pamhagen kulinarisch verkürzt. Nach der Ankunft im Hotel erwartete uns ein traditioneller Hessischer Abend mit Eppelwoi-Verkostung, an dem uns die Gastgeber mit kulinarischen wie literarischen Schmankerln verwöhnten.

Sonntag Morgen stand ein Rundgang durch die Hauptstadt von Rheinland-Pfalz Mainz durch den Obmann des Handharmonika- und Akkordeonclub Rüsselsheim- Haßloch Michael Auth am Programm. Er führte uns u. a. zum historischen Zentrum, zum Dom und zum Schillerplatz, auf dem traditionsgemäß jedes Jahr die 5. Jahreszeit ausgerufen wird. Mit Narrenkappe ausgestattet, erklärte uns Michael Auth die Vorbereitungen zum größten Fest der Fastnachtshauptstadt Deutschlands und überreichte einigen unserer Gruppe einen Orden mancher Fastnachtsgilde. In der Stephanskirche bewunderten viele von uns noch die von Marc Chagall bemalten Glasfenster, bevor es zurück in unserer Rüsselsheimer Hotel ging. Nur kurz war die Zeit zum Verschnaufen, galt es doch rechtzeitig zur Generalprobe in der Auferstehung Christi-Kirche zu sein.

Um 17 Uhr begann das gemeinsame Konzert der beide Vereine mit dem Jugendorchester des Handharmonika- und Akkordeonclub Rüsselsheim-Haßloch, das mit mehreren Stücken ihr reifes Können unter Beweis stellte. Das 1. Orchester brachte im Anschluss bekannte Melodien sowie Originalliteratur zum Besten. Nach der Pause bestritt der Wiener Akkordeonclub Favoriten mit seinem Orchester den zweiten Teil des Nachmittags. Klassische Stücke wechselten mit schwungvollen Bigband-Schlagern ab. Besonderen Anklang beim hessischen Publikum fanden zwei Kostproben aus dem großen Repertoire von Johann Strauß Sohn. Als Überraschung und gleichzeitig Höhepunkt des Konzerts spielten beide Orchester zusammen den Titel „Music“ von John Miles. Die Begeisterung drang durch alle Reihen des Publikums. So gaben beide Orchester als Draufgabe den Marsch „Stars and Stripes forever“ von John Philip Sousa.

Am nächsten Morgen stand als Lohn für den hart erarbeiteten Erfolg eine Besichtigungsfahrt am Programm. Besuche im Kloster Eberbach und des Fürst Metternich´schen Weingutes am Johannisberg sowie die Auffahrt zum Niederwalddenkmal zeigten uns bei prächtigem Herbstwetter die Kultur und die Lieblichkeit dieses Rheinabschnittes. Ein Stadtrundgang in Rüsselsheim rundete den wunderbaren Ausflug ab. Bei einem anschließenden gemeinsamen Abendessen konnten wir die ganze Konzertreise Revue passieren lassen sowie unseren Gastgebern für die freundliche Aufnahme und deren professionelles Programm herzlich danken. An der Hotelbar ging der lange Tag mit einem Fluchtachterl zu Ende.

Zeitlich am nächsten Morgen nach dem Frühstück traten wir die Heimreise an. Die letzte mitgebrachte Verpflegung wurde ausgeteilt, und nach rund neun Stunden erreichten wir etwas ermattet wieder die Volkshochschule Favoriten. Ermuntert durch die letzten Reisen, die auf positives Echo bei allen Beteiligten gestoßen sind, wird der Wiener Akkordeonclub Favoriten auch weiterhin die eine oder andere Konzertreise ins Auge fassen.

Diese nun zu Ende gegangene Reise war sowohl musikalisch als auch organisatorisch ein voller Erfolg. So dürfen wir uns schon auf den Gegenbesuch der Rüsselsheimer im Juni dieses Jahres freuen.

Norbert Pfeiffer

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